Gesundheitszustand nach Amalgamentfernung
In der Tat gibt es in der Zwischenzeit nicht nur immer zahlreichere Einzelfallschilderungen über diverse Verbesserungen des Gesundheitszustandes, sondern gleichfalls von Wissenschaftlern, Umweltmedizinern oder Zahnärzten vorgelegte Studien, die in vielen Fällen zum Teil beeindruckende Verbesserungen von Einzelsymptomen oder Symptomkomplexen (z.B. Mikromerkurialismus) bei größeren Patientenkollektiven belegen. AKUT-Luxemburg verfügt über eine Reihe solcher internationalen Studien, und die AKUT-Bibliothek steht in dieser Hinsicht jedem Interessierten offen.
In der schweizerischen Monatsschrift "Zahnmedizin", Vol. 108 : 8/1998 publizierte vor kurzem der Zahnarzt Paul Engel aus Nidau eine interessante Studie an 75 Patienten und Patientinnen vor und nach Amalgamsanierung.
Bevor wir die wichtigsten und erstaunlichsten Resultate dieser Studie hier kurz resümieren, sei allerdings präventiv auf folgende unverzichtbare Vorsichtsmaßnahmen und Erklärungen hingewiesen:
1) Äußerste Vorsicht vor der Sanierung!
Wichtig ist vor allem, sich zu vergewissern, ob die Gesundheitsprobleme überhaupt etwas mit der Zahnmetallbelastung zu tun haben können. Erst wenn diagnostisch von Hausarzt, anderen Ärzten und Fachärzten keine Erklärung für die chronischen Krankheitssymptome erfolgt und klassische Therapien versagen, kann gegebenenfalls eine chronische Belastung mit Amalgam oder anderen Zahnmetallen- und Materialien vorliegen.
Allerdings können auch andere Umweltbelastungen - Z. B. Schadstoffe -in der Wohnung oder am Arbeitsplatz -Schimmelpilze, Elektrosmog usw. - die Hauptursache von diversen Beschwerden und Symptomen sein.
2) Analyse und Beratung
Eine eventuelle größere Belastung durch Amalgam sollte man jedenfalls vor einer eventuellen Sanierung im luxemburgischen Staatslaboratorium untersuchen lassen (ärztliche Überweisung). Hohe Ergebnisse im dortigen standardisierten "Triple-Test" (Kaugummi, Urin nach Komplexbildner, Haar) weisen in nicht wenigen Fällen auf eine hohe Belastung mit Quecksilber und auf eventuelle Zusammenhänge mit den chronischen, therapieresistenten Erkrankungen hin. Wichtig vor jeglicher Zahnsanierung ist immer die bestmögliche Information über das individuelle Vorgehen bei eine Amalgam oder Metallsanierung. AKUT verfügt über zahlreiche ärztliche Informationen zu diesen Fragen und organisiert regelmäßige monatliche Informationsabende.
Wichtig dabei ist nicht nur die Information über eine möglichst vorsichtige Herangehensweise: Zeitplan, Vorbereitung, Provisorien, Ersatzstoffe, genauso wichtig ist auch eine möglichst reale Einschätzung der weiteren Entwicklung: eventuell notwendige Ausleitungsverfahren, mögliche Heilungserfolge, zusätzliche Probleme mit anderen Chemikalienbelastungen.
3) Äußerste Vorsicht während der Sanierung
Beim Herausbohren von Amalgamplomben - besonders stark, wenn dies unvorsichtig erfolgt, z.B. mehrere Plomben in einer Sitzung, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen, - kann es zur Freisetzung von toxischen Quecksilberdämpfen kommen. AKUT sind einzelne Fälle von schon gesundheitlich geschwächten Menschen bekannt, bei denen ein allzu unvorsichtiges Herausbohren von mehreren Plomben zur Verschlechterung der Gesundheit geführt hat. Sich also unbedingt vorher beraten lassen! Dies gilt auch für die Problematik von Ersatzstoffen, die auch nicht alle ohne jegliche Komplikationen sind.
Jean Huss
