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Neueste Studien

Getreu unserer Devise, die Akut-Mitglieder immer dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung zu halten, seien einige der neuesten Studienerkenntnisse über Quecksilber, Amalgam und andere Schwermetalle aus dem Zahnbereich kurz zusammengefasst:

1) Grenzwertuntauglichkeit und individuelle Empfindlichkeit gegenüber Quecksilber

In der "Zeitschrift für Umweltmedizin" (Heft 4/2001) wird berichtet über eine neue Studie des deutschen Umweltmediziners Dr. Stefan Böse O'Reilly und des Münchener Gerichtsmediziners Prof. Dr. Gustav Drasch über philippinische Goldbergwerkarbeiter des Dorfes Mount Diwata. Bei diesem Quecksilber freisetzenden Prozess seien 71,60% der Arbeiter und 27 % der umliegenden Bevölkerung durch Quecksilber vergiftet gewesen. Interessant an der Studie war die Feststellung, dass die Krankheitssymptome nicht oder nur wenig mit den in Blut oder Urin festgestellten Werten übereingestimmt hätten. Messungen von Quecksilber in Blut oder Urin seien laut Prof. Dr. Drasch also im Einzelfall nicht geeignet, um eine Quecksilbervergiftung festzustellen, einen „No-effect-level" für das Quecksilber konnten beide Forscher gleichfalls nicht feststellen.

Eine wichtige neue Studie jedenfalls, die alle Behauptungen der Amalgam Befürworter lügenstraft, bei den bestehenden Quecksilberwerten durch Amalgam könne es auch chronisch nicht zu einer Amalgamintoxikation kommen! Vielmehr sei die individuelle Empfindlichkeit wahrscheinlich der alarmierende Faktor!

2) Metalle und Autoimmunerkrankungen

In eine ähnliche Richtung plädiert gleichfalls eine neue Studie von Stejskal und Müller zur „Bedeutung der Metalle für die Entwicklung von Autoimmunität und ihre Verbindung zum neuroendokrinen System (Zeitschrift für Umweltmedizin, Heft 3/2001).

In der zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Literatur gebe es Hinweise darauf, dass Metalle (also auch Zahnmetalle) bei Menschen Autoimmunreaktionen auslösen können. Für die Pathogenität (= krankmachender Charakter) der Metalle seien toxische und immunologische Mechanismen von Bedeutung, daneben aber auch individuelle genetische Faktoren, die' die individuelle Entgiftungskapazität so oder so ausprägen und hierdurch den Grad der Empfindlichkeit gegenüber Metallen beeinflussten.

Besonders hervorgehoben werden Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose (MS), rheumatische Arthritis und die amyotrophe Lateralsklerose in ihren möglichen Zusammenhängen zu Metallen. Eingegangen wird in der Studie gleichfalls auf inflammationsabhängigen der Veränderungen auf der hypothalamisch-hypophyrär-adrenalen Achse sowie deren möglichen Zusammenhänge für die Entstehung von Müdigkeit, Depression und andere scheinbar psychosomatische Symptome, die bei solchen Erkrankungen beobachtet werden. Eingegangen wird in dieser Studie auch, wie weiter oben berichtet, auf die unterschiedliche genetisch bedingte Sensitivität des Einzelnen gegenüber Metallen. Eine wahrlich interessante Studie über mögliche Ursachen von schwersten Autoimmunerkrankungen!

3) Quecksilber und Alzheimer-Krankheit.

a) Im Labor fanden die schweizer Wissenschaftler B. Stählin und O. Gianfranco von der „Geriatrischen Uniklinik Basel" und der „Psychiatrischen Uniklinik Basel" heraus dass, anorganisches Quecksilber (also Amalgam-Quecksilber!) einige Ausprägungen der Alzheimer Erkrankung die beeinflussen kann". Ihre Schlussfolgerung: „Vermutlich spielt Quecksilber beim Entstehen der Alzheimer-Erkrankung eine Rolle". (Studie in „Neurochemistry, 2000 No74(1)231-236)

b) Zur gleichen Konklusion_ gelangen auch Leong, Seyed und Lorscheider von der Universität Calgary in Kanada: Spuren von Quecksilber könnten an den Nerven eine Art von Schäden verursachen, die charakteristisch für die Schäden seien, die bei der Alzheimer-Krankheit gefunden werden. Die Hg-Exposition verursache die Bildung von neurofibrillären Verfaltungen („tengles"), die einer der beiden diagnostischen Marker für die Alzheimer-Krankheit seien. Gleiches gelte für die Erzeugung des 2.Markers, der sogenannten „amyhoiden Plaques", und der Prozess gelte für Quecksilber, nicht aber für andere Metalle! Alzheimer also durch Quecksilber-Amalgam? Die Studie wurde veröffentlicht in der Zeitschrift Neuroreport 12(4); Seiten 733-737,2001.

Fazit:

Betrachtet man die ohne Zweifel beunruhigenden Erkenntnisse ans all den zitierten neueren Studien, Zusammenhänge mit Alzheimer, wie schwersten und dramatischen Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder amyotropher Lateralsklerose, aber auch mit endoimun bedingten rheumatisch Erkrankungen, so stellt sich eindringlich die Frage,. wieso immer noch undifferenziert uninformierten Patienten solch problematischen Metalle in den Zahnbereich eingebaut werden dürfen. Die Zeit für längst fällige Verbote ist reif, die Patienten müssen endlich ernst genommen werden!

Jean Huss