Einladung zur öffentlichen Konferenz
Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) durch Umweltgifte?
Referent:
ULF SAUERBREY, M. A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Bildung und Kultur und Theorie der Sozialpädagogik
D - 07737 Jena
» http://www.kindheit-und-umwelt.de.tl/
Die häufigsten chemischen Belastungen von Kindern sind Umweltgifte und lebensstilbedingte Noxen. Eine Exposition beginnt bereits vor der Geburt. Mitunter können diese Belastungen langfristig weitaus stärker auf die kindliche Entwicklung wirken, als bisher angenommen.
Die Situation von Kindern in Bezug auf Umweltgifte wird vor dem Hintergrund der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diskutiert. Neue Studien zu Tabakrauch, Blei, PCBs, Pestiziden, Quecksilber und Mangan verdichten die Hinweise auf neurotoxische Schädigungen, deren Symptomatik starke Ähnlichkeiten zur kindlichen ADHS aufzeigt. Neurotoxine müssen zukünftig weitaus stärker als Risikofaktor berücksichtigt werden. Es zeigt sich zudem, dass interdisziplinäre Arbeit für eine Kinderumwelt und damit ein Erziehungsfeld ohne Neurotoxine notwendig ist.
Die Erziehungswissenschaft muss sich an der Diskussion beteiligen, da sozialpädagogische Maßnahmen nach gegenwärtigem Kenntnisstand nur einen Teil der Intervention bei Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter darstellen. Prävention kommt eine besondere Rolle zu, da pädagogische Rahmenbedingungen, Arrangements und Settings, in denen Kinder sich entwickeln können, ein gesundheitlich unbedenkliches Umfeld in die pädagogische Planung integrieren müssen.
17. März 2009 Hall Victor Hugo
Einladung zur öffentlichen Konferenz
Neue und zusätzliche Therapieansätze bei schweren neurologischen Erkrankungen (Multiple Sklerose, Amyotrophische Lateralsklerose, Alzheimer ...) aus umweltmedizinischer Sicht
Donnerstag, den
29. Oktober 2009
um 20 Uhr
Hall Victor Hugo
Limpertsberg / Luxemburg
Eintritt frei
Öffentlicher Vortrag von:
Dr. med Margareta Griesz-Brisson, MD, PhD
Neurologin
Schwere neurologische Erkrankungen wie ALS, Alzheimersche Erkrankung, Multiple Sklerose, Parkinsonsche Erkrankung etc. sind eine große Herausforderung. Laut statistischen Erfassungen nehmen diese Erkrankungen weltweit rasant zu und treten in immer jüngeren Lebensalter auf. Trotz gigantischem intellektuellen und finanziellen Forschungsaufwänden bleiben Ursache, Entstehung und Pathogenese weitgehend im hypothetischen Zustand.
Obwohl es eine unüberschaubare Vielzahl von Literaturhinweisen gibt, die diese Erkrankungen in Zusammenhang mit Umweltfaktoren wie Schwermetallen, Pestiziden, Lösungsmittel und anderen synthetischen Substanzen bringt, hinkt die systematische Forschung in diesem Bereich weit hinterher.
Das internationale Chemikalienregister hat in diesem Jahr die 50.000.000 ste synthetische Substanz registriert. Die Auswirkungen jeder einzelnen Substanz auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen ist weder zeitlich noch finanziell möglich, und ihre Wechselwirkungen je zu begreifen, ist menschlich unmöglich.
Heißt dies wir sollen aufgeben, diesen Kampf können wir sowieso nicht gewinnen? Keineswegs: wenn wir schon bei der Erstdiagnose umweltmedizinische Aspekte mit in unsere Beurteilung schwerer neurologischer Erkrankungen miteinbeziehen, öffnet sich für uns eine nicht zu unterschätzende Vielzahl von zusätzlichen Therapiemöglichkeiten, die weit über die einfache Pharmakotherapie hinausgehen. Die Hintergründe solcher Therapieansätze wollen wir bei der Konferenz vom 29.10.09 in Luxemburg besprechen.








