Jeudi Février 23 , 2012
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Methoxychlor

Zum Beispiel östrogenimitierende Chemikalien ("endocrine disrupters")

 

Von manchen der obengenannten Schwermetallen ist bekannt, dass sie zusätzlich östrogenimitierende Wirkungen entfalten können. In noch stärkerem Verdacht stehen dabei aber noch viele andere chemischen Substanzen, vor allem aus dem chlororganischen Bereich. So gelten zum Beispiel das in Häusern immer noch anzutreffende DDT und andere Pestizide wie Methoxychlor oder pyrethroide Insektizide als „endocrine disrupters“, weil sie auf den Östrogenrezeptor von Frauen einwirken, ähnliche Wirkungen sind bekannt von PCBs und Dioxinen, aber auch von weniger bekannten chemischen Substanzen wie Bisphenol A, Parabenen oder Alkylphenolen, wie sie vor allem in Plastikbehältern, Deodorants, Toilettenartikel, Detergentien oder Stoffoberflächenbehandlungen enthalten sein können.

 

Auch solche Stoffe, ob DDE, PCBs oder die genannten neueren Chemikalien lassen sich in Gewebeproben von Tumoren verstärkt nachweisen, z. B. in einer spanischen Studie von 2004: „Breast cancer risk and the combined effect of environmental oestrogens“. (Cancer Causes Control, 15 pp 591-600)

 

In einer neuen amerikanischen Studie (2007) wird präzisiert, dass die DDT-Exposition besonders gefährlich sei für Mädchen während der Pubertät, während für andere „hormonimitierende Chemikalien“, wie z. B. Bisphenol A, vor allem die Belastung des Foetus während der Schwangerschaft zu höheren Brustkrebsrisiken der Tochter im späteren Leben führen kann. Der östrogenimitierende Charakter vieler Chemikalien, die Gesamtheit, der „Cocktail“ solcher Chemikalien im Niedrigdosisbereich sowie der Zeitpunkt der Exposition scheinen also Ausgangspunkt vieler neuerer Brustkrebserkrankungen zu sein, die demnach nur durch eine mutige und präventive neue Chemikalienpolitik verhindert werden können.

 

Im vergangenen Jahr wurde auf europäischer Ebene die neue Chemikalienrichtlinie „Reach“ durchgesetzt, ein erstes positives, aber ungenügendes Zeichen, das von der Politik gesetzt wurde und wo aufgrund der hormonell wirksamen Chemikalien noch dringend nachgebessert werden müsste.

 

Wer sich darüber und die damit verbundenen Brustkrebsrisiken (auch über andere hormonabhängige Krebsarten) genauer informieren möchte, dem sei auch die neueste Studie zum Thema empfohlen: „ Breast Cancer and exposure to hormonally active chemicals: An appraisal of the scientific evidence“ von Professor Andreas Kortenkamp, Leiter des Toxikologischen Zentrums an der London School of Pharmacy.

 

Nachzulesen unter (http://www. chemtrust.org.uk/ )

 

Jean Huss

Präsident von AKUT

 

 

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