Negative Eigenschaften
Frisch verlegter Linoleumboden entwickelt häufig zumindest vorübergehend einen relativ starken Eigengeruch, der von sensiblen Bewohnern als Geruchsbelästigung empfunden wird. Ursache dieses Geruchs sind meist verkürzte Lagerzeiten, weil der Trocknungsprozess den Herstellern zu langwierig und kostspielig ist. Dabei emittieren aus den Linoleumbelägen geringe Mengen an Aldehyden (Acrolein, Hexanal,…), die einerseits einen sehr intensiven Geruch bilden (typischer Linoleumgeruch) und andererseits ähnlich dem Formaldehyd Schleimhautreizungen und Allergien verursachen können. Auch die eingesetzten Naturharze (Kolophonium) können bei empfindlichen Personen allergische Symptome auslösen.
Aus diesem Grund werden die Linoleumböden häufig mit einer Oberflächenbeschichtung ausgerüstet , die die Poren schließt und so eine Ausdünstung von Geruchsstoffen unterbindet. Die baubiologischen Eigenschaften wie beispielsweise das antistatische Verhalten werden zerstört, der Bodenbelag kann sich elektrostatisch aufladen. Außerdem enthalten die Oberflächenbeschichtungen chemische Schadstoffe, die sie an die Raumluft abgeben können. Als Oberflächenbeschichtungen werden Polyacrylate und Polyurethane (Schleimhaut-reizende Isocyanate) eingesetzt. Häufig werden auch Flammschutzmittel auf Phosphorsäurester-Basis, vornehmlich TBEP beigefügt um eine glänzende Oberfläche zu erhalten. Diese Flammschutzmittel sind toxikologisch äußerst bedenklich und belasten die Raum- und somit die Atemluft nachweislich.
Ergebnisse einer Raumluftbelastung durch einen Linoleumfußboden samt Kleber in einem Verwaltungsgebäude in Brandenburg deren Mitarbeiter über Augenbrennen, Kopfschmerzen, Hustenreiz und trockene Haut klagten.
Quelle: Gesellschaft für Ökologische Bautechnik Berlin gföb






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